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Sehenswürdigkeiten: Bebelplatz  
 

Forum Fridericianum (heute Bebelplatz) ist die historische Bezeichnung für eine Platzanlage am Beginn der Straße Unter den Linden in der Mitte Berlins, die im 18.Jahrhundert in sehr großen Dimensionen als architektonisches Zentrum Preußens geplant und dann in reduzierter Form verwirklicht worden ist. Das ganze Ensemble des seit 1947 nach August Bebel benannten Platzes steht heute unter Denkmalschutz.

Die Bezeichnung Forum Fridericianum bezieht sich auf den preußischen König Friedrich II den Großen. Gleich zu Beginn seiner Regierungszeit beabsichtigte FriedrichII., in Berlin neue städtebauliche Akzente zu setzen. An Stelle der seit 1735 abgetragenen Festungsanlagen unweit des alten Stadtschlosses sollte ein groß dimensioniertes Bauensemble entstehen, mit einem weit ausgedehnten neuen Residenzschloss (Pallais du Roy) als Bezugsgröße.

Schon während des Krieges – über das Konzept des Forum Fridericianum war noch nicht endgültig entschieden worden – fand am 5.September 1741 die Grundsteinlegung für das Opernhaus, die heutige Staatsoper Unter den Linden, statt. Nach Plänen von Knobelsdorff wurde es nun doch, wie zunächst beabsichtigt, in Nord-Süd-Ausrichtung errichtet.

Durch den Bau der Hedwigskirche gab der König der Entwicklung des Platzes eine neue Wendung – ein solches Bauwerk war bisher nicht vorgesehen gewesen. Auch dieses Vorhaben, 1747 nach dem Ende des zweiten Schlesischen Krieges begonnen, hatte eine politische Dimension.

Im Jahre 1748 begannen die Bauarbeiten für das Prinz-Heinrich-Palais. Inzwischen stand fest, dass es die neue Berliner Residenz nicht geben würde. Der König ließ stattdessen ein Palais für seinen jüngeren Bruder Heinrich errichten. Prinz Heinrich starb 1802, im Palais begannen im Oktober 1810 die ersten Lehrveranstaltungen der Berliner Universität, die von 1828 bis 1945 Friedrich-Wilhelms-Universität genannt wurde und heute Humboldt-Universität zu Berlin heißt.

1774 ergab sich die Möglichkeit, die Platzanlage durch einen Bau auf ihrer Westseite zu vervollständigen. Hier ließ FriedrichII. die neue Königliche Bibliothek (heute: Die Staatsbibliothek zu Berlin) errichten. In den Jahren 1775–1786 entstand nach den Plänen von Georg Christian Unger ein Gebäude, das sich in seiner Formensprache von allen anderen am Platz deutlich unterschied.

Aktuell wird daran gearbeitet, den historischen Stadtraum „Forum Fridericianum“ wieder aufzuwerten, nachdem sich der Boulevard Unter den Linden in diesem Bereich zu einer überbeanspruchten Autostraße entwickelt hat.

Anfahrt:

S+U Friedrichstr. Bhf: S1, S2, S25, S3, S5, S7, S75, S9

U Französische Str.: U6
S+U Friedrichstr. Bhf: U6

Bus: Staatsoper: 100, 200, N2, TXL
Unter den Linden/Friedrichstr.: 100, 200, N2, TXL
U Französische Str.: 147, N6

Tram: Universitätsstr.: 12, M1
Am Kupfergraben: 12, M1
Georgenstr./Am Kupfergraben: 12, M1

 

 

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Staatsoper Berlin
 
Hedwigskirche

 

Humboldt Uni
 
Staatsbibliothek zu Berlin
 
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