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Sehenswürdigkeiten: Erholungspark Marzahn - Gärten der Welt  
 

Der Erholungspark Marzahn öffnet sich für Gartenkunst aus aller Welt. Mit dem neuen Orientalischen Garten besitzt die Weltstadt Berlin nun vier "Gärten der Welt".

Der Anfang wurde bereits im Herbst 2000 gemacht: am 15. Oktober konnte der Chinesische „Garten des wieder gewonnenen Mondes“ im Erholungspark Marzahn nach vierjähriger Bauzeit eröffnet werden. Mit 2,7 Hektar ist er der größte chinesische Garten in Europa.

Er entstand in engster Kooperation mit der Partnerstadt Peking: die gesamte Planung stammt aus chinesischer Hand, alle Gebäudeteile und selbst die eindrucksvollen Thai-Hu Steine wurden eingeführt. Die Ausführung der Arbeiten übernahmen chinesische Facharbeiter. Die Authentizität der Anlage ist für den Besucher allgegenwärtig. Eine in sich geschlossene Gartenwelt mit Pavillon, Teich, Wasserläufen, Trockengarten und imposanten Steinsetzungen verzaubert die Besucher seit Mai 2003 im Erholungspark Marzahn. Der Japanische „Garten des zusammenfließenden Wassers“ zeigt darüber hinaus typische japanische Pflanzen, wie Fächerahorn, Japanischen Blumenhartriegel oder Japanische Lavendelheide.

Geschützt im Gewächshaus des Erholungsparks Marzahn präsentiert seit Dezember 2003 der Balinesische „Garten der drei Harmonien“ - einen Ausschnitt aus einem traditionellen balinesischen Wohnkomplex und eine tropische Pflanzenwelt.

Der Orientalische „Garten der vier Ströme“ » repräsentiert die Gartentradition verschiedener orientalischer Länder. Seine Gestaltung als umschlossener, durch vier Ströme gegliederter Gartenraum entspricht symbolisch der Idee des
Paradieses, wie sie sich im Alten Testament oder im Koran wieder findet.

Der neue Koreanische "Seouler Garten" ist ein großzügiges Geschenk der Stadt Seoul an Berlin. Er umfasst eine Fläche von rd. 4.000 Quadratmetern und zeichnet sich durch eine abwechslungsreich gestaltete naturnahe Landschaft, Höfe, reichen Figurenschmuck und einen Pavillon aus.

Chinesicher Garten

Der im heutigen Erholungspark Marzahn gelegene und im Oktober 2000 eröffnete Chinesische Garten ist mit einer Größe von 2,7 Hektar der größte chinesische Garten in Europa. Bei der Benennung eines chinesischen Gartens besitzt der Name immer auch Symbolcharakter. So steht der Name "Garten des wiedergewonnenen Mondes" für die Wiedervereinigung der über Jahrzehnte geteilten Stadt Berlin. Der Garten entstand im Rahmen der Städtepartnerschaft Berlin - Peking und die Planung ist ein Geschenk der Stadt Peking an Berlin.

Der Chinesische Garten ist im Stil klassischer chinesischer Gelehrtengärten gestaltet und strebt ein ausgewogenes Verhältnis der "sieben Elemente" Erde, Himmel, Wasser, Steine, Gebäude, Lebewesen und Pflanzen an. Sämtliche Materialien stammen aus China und der gesamte Bau wurde von Facharbeitern aus Peking ausgeführt.

In der mit zahlreichen fremdländischen Pflanzen bepflanzten Hügellandschaft bildet ein 4.500 m² großer See den Mittelpunkt des Gartens. Neben mehreren Brücken, Mauern, Gebäuden und fantastisch geformten Steinen zählt insbesondere das Chinesische Teehaus, das "Berghaus zum Osmanthussaft", zu den Besonderheiten dieses Gartens.

Der in einem schützenden Gewächshaus angelegte Garten entstand im Rahmen der Städtepartnerschaft zwischen Jakarta und Berlin. Er bietet den Besuchern ein exotisch-tropisches Gartenerlebnis und ist eine interessante Ergänzung zum Japanischen und zum Chinesischen Garten.


Balinesicher Garten

Die Gestaltung des Balinesischen Gartens folgt den auf Bali vorhandenen Vorbildern und soll den Besuchern Geist und symbolischen Inhalt balinesischer Kultur vermitteln. Im Gegensatz zur überwiegend muslimisch geprägten Bevölkerung Indonesiens haben die Balinesen ihre ganz eigene Kultur. Der auf Bali vorherrschende Hinduismus mischt sich mit alten Bräuchen und Sitten, dem Respekt vor der Natur und dem Streben der Balinesen nach Harmonie in allen Lebensbereichen zu einer einzigartigen Glaubens- und Kulturform. Ein Mensch sollte stets im Einklang mit sich selbst, mit seiner Umgebung – das heißt mit der Natur und den anderen Menschen – und mit dem gesamten Universum leben. Dieses dreigeteilte Harmonieprinzip findet sich im Balinesischen Garten immer wieder und ist auch Grundlage für den Namen des Gartens: "Garten der drei Harmonien".

Der Balinesische Garten ist ein Beispiel für die Anordnung einer Wohn- anlage im südlichen Bali. Eine Lehmziegelmauer grenzt die Wohnanlage von der Umgebung ab. Die Besucher betreten diesen privaten Bereich respektvoll durch ein Tor (Ankul angkul). Der Haus– oder Familientempel (Sanggah) innerhalb der Wohnanlage ist erneut durch eine Mauer abgegrenzt. Die drei Schreine auf den hohen Sockeln erhalten in Bali täglich neue Opfergaben aus Blumen, Früchten und Räucherstäbchen. Dort werden Ahnen verehrt (Kemulan-Schrein), dem Übermittler von Botschaften der Ahnen gehuldigt (Taksu-Schrein) oder dem Sekretär der Götter geopfert (Ratu Ngurah-Schrein). Im vierten Schrein (Surya-Schrein), außerhalb des Sanggah, wird der Sonnengott (Surya) und die Natur bzw. das Grundstück des Hausbesitzers allgemein geehrt.

Orientalischer Garten

Nach der Grundsteinlegung am 16.11.2004 konnte der Garten bereits am 07.07.2005 der Öffentlichkeit übergeben werden. Schon in den ersten Tagen bestaunten zahlreiche Besucher diese "grüne Brücke" als Ort des Austauschs zwischen den Kulturen der Welt.

Obwohl die verschiedenen Religionen und Kulturen der Welt die unterschiedlichsten Gartenformen prägten, sind Gärten überall auf der Welt Orte des Friedens, der Ruhe, der Entspannung und der Schönheit. Der neue Orientalische Garten – ein "Riyâd", d.h. ein Gartenhof - trägt den Namen "JANAN AL ANHAR AL ARBÁA - Garten der vier Ströme". Der Gartenhof ist 2.268 Quadratmeter groß, streng rechteckig, von einer vier Meter hohen Mauer umgeben und besitzt mit Keramikkacheln, den sogenannten "Zillij", reich verzierte Arkaden. Der Pavillon im Zentrum, dessen Decke mit farbigen Holzornamenten reich verziert ist, beherbergt eine Brunnenschale, die Quelle des Gartens. Hier, vom Mittelpunkt des Riyâd, haben die vier Wasserbecken ihren Ausgangspunkt. Dieser Pavillon ist umgeben von vier rechteckigen Beeten mit Rosen, Jasmin, Palmen, Agaven, Oleander und Orangen. So ergibt sich ein Ort der vollkommenen Zufriedenheit.

Der Plan dieses Gartenhofes stammt von dem Garten- und Landschaftsarchitekten Kamel Louafi und seinem marokkanischen Berater Prof. El Fai’z. Viele der Bauteile des Gartens wurden in Marokko vorgefertigt und durch Marokkanische Spezialisten in den Rohbau einfügt.

Japanischer Garten

"Der Garten des zusammenfließenden Wassers" - dieser Name ist das beherrschende Thema des Gartens: "Gleich vereintem Wasser in der Verschmelzung Harmonie finden". Dieser alte Wunsch der Menschheit bezieht sich sowohl auf das eigene Leben, auf Vergangenheit und Zukunft als auch auf das friedliche Nebeneinander verschiedener Kulturen und Religionen. Zudem symbolisiert der Name aber auch die Städtepartnerschaft zwischen Berlin und Tokio.

Der von Prof. Shunmyo Masuno, einem Hauptpriester des Tempels Kenkohji und Gartendesigner aus Yokohama, geplante Garten besteht aus drei Teilen, in deren Mitte ein Pavillon, der Chaya, steht. Die sehr unterschiedlichen engen Erlebnisräume sind mit Pflanzungen voneinander abgeschirmt und mit Wegen verbunden, wobei Wasser als Leitmotiv fungiert. Der vordere Garten ist ein Wassergarten, der Hauptgarten ein als Zen-Garten angelegter Steingarten und der hintere Garten besteht hauptsächlich aus Rasenflächen. Eingefasst ist der Japanische Garten in dichte Pflanzungen und Hecken, wodurch er von der Umgebung weitestgehend abgeschirmt ist und zu einem Ort der Ruhe und des Nachdenkens über das eigene Sein wird.

Adresse:
Eisenacher Str. 99, 12685 Berlin

Anfahrt:

Eisenacher Str.
- S7 Marzahn/Bus 195
- U5 Hellersdorf/Bus 195

Blumberger Damm
- S7 Mehrower Allee/Bus X69

 

Erholungspark Marzahn
 
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