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Sehenswürdigkeiten: Neue Synagoge Berlin  
 

Die Neue Synagoge an der Oranienburger Straße in der Spandauer Vorstadt in Berlin-Mitte ist ein Gebäude von herausragender Bedeutung für die Geschichte der jüdischen Bevölkerung in Berlin und ein wichtiges Baudenkmal aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Sie steht unter Denkmalschutz.

In Zusammenhang mit Gedenkveranstaltungen zum fünfzigsten Jahrestag der Pogromnacht entstand die Stiftung „Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum“. Am 10. November 1988 fand eine symbolische Grundsteinlegung für den Wiederaufbau der Ruine statt. Über die Art der Restaurierung war zuvor kontrovers diskutiert worden. Eine vollständige Wiederherstellung in den Originalzustand wurde verworfen – sie hätte als Versuch missverstanden werden können, die Leiden der Vergangenheit zu verdrängen und womöglich zu vergessen. Die Absicht war aber, mit dem Gebäude gleichzeitig ein Mahnmal zur ständigen Erinnerung zu erhalten.

So entschied man sich, beides sichtbar zu machen - die einst prachtvolle Architektur und die gewaltsame Zerstörung. Die repräsentative Straßenfront mit der Hauptkuppel wurde originalgetreu rekonstruiert. Eine ständige Ausstellung informiert über jüdisches Leben in Berlin (ihr Titel: „Tuet auf die Pforten...“ ist der Beginn eines Zitates nach Jesaja, der in hebräischer Form über dem Eingang der Synagoge angebracht ist). Es werden auch einige architektonische Fragmente und wiederentdeckte Teile der Inneneinrichtung gezeigt. Auf der Freifläche in der Tiefe des Grundstücks markieren Steine den ausgedehnten Grundriss der einstigen Hauptsynagoge. Die Erneuerungsarbeiten waren 1993 beendet. Das wiederhergestellte Gebäude, durch umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen gegen aktuelle Bedrohungen geschützt, konnte am 16. Dezember 1994 der Stiftung übergeben werden. Es wurde insgesamt nicht wieder zur Synagoge geweiht, enthält aber einen kleinen Gebets- und Andachtsraum. In unmittelbarer Nachbarschaft befinden sich jüdische Gemeindeeinrichtungen, Restaurants, Cafés und die Jüdische Galerie.

Im Juli 2006 verlegte die Jüdische Gemeinde Berlin ihren Sitz aus dem Gemeindezentrum Fasanenstraße in Berlin-Charlottenburg in das Centrum Judaicum. Vom Umzug betroffen waren Vorstand und Geschäftsführung, die verschiedenen Dezernate sowie der Jüdische Kulturverein. Die Verantwortlichen des Berliner Senats hatten aus Sicherheitserwägungen dringend zu diesem Schritt geraten.

 

Adresse:

Oranienburger Straße 28-30, 10117 Berlin - Mitte

Anfahrt:

S-Bahn: S Oranienburger Str.: S1, S2, S25

U-Bahn: U Oranienburger Tor: U6

Tram: S Oranienburger Str.: M1, M6
Monbijouplatz: M1, M6

 

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Neue Synagoge Berlin
 
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